Was ich sage, wenn ich meine

Irgendwer hat gesagt, er holt mich zurück. Oder so. Aber nicht mir. Das hat man mir dann mitgeteilt. Über Ecken. Die mag ich nicht, die Ecken, weil an denen seh ich nicht vorbei. Hinter denen will ich mich nicht verstecken, weil dann fühl ich mich nicht frei. Was also?

Ich könnte jetzt sagen, das ist mein Weg, um doch noch umzukehren. Ich könnte sagen, es ist zu spät, um mich noch zu bekehren. Ich könnte sagen, rot-weiß-rot, um dennoch blau zu meinen. Jeder sitzt in seinem eigenen Boot, zieht seine eigenen Leinen.

Ich könnte sagen, ich bin gar so links und würd manchmal trotzdem schweigen. Ich könnt auch sagen, ich bin Jar Jar Binks und dir das Weltall zeigen. Ich könnte sagen, ich bin urteilsfrei und würd mich selbst belügen, wenn ich mich dann ertapp dabei, wie sie mir auf der Zunge liegen.

Die ganzen Sprüche, die ich lieber niemals sag. Und schreib schon gar nicht, weil ich das nicht mag. Weil sich das nicht ziert, wen andern zu verletzen, gar in Zustände zu versetzen, die niemand verdient hat, auszustehen. Das muss nicht schwarz auf weiß geschrieben stehen.

Darum verabschiede ich mich mit einem netten Gruß, den niemand auf sich beziehen muss. Doch jeder kann, wenn es ihn freut und ihm das Heiterkeit verleiht. Ich glaub, ich bin jetzt bei den Guten. Vielen Dank, ich kann mich selbst behüten.

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